vereinsleben mit Sprachvielfalt

Der Anklamer Ruderklub ist der erste deutsch-polnische Ruderverein und zählt zurzeit 39 Mitglieder. Davon sind 16 regelmäßig aktiv auf dem Wasser unterwegs. Im Rekordjahr 2015 wurden mit 14 Aktiven auf 582 Fahrten insgesamt 16117 Vereinskilometer gerudert.

Zum Anklamer Ruderklub gehört außerdem eine Frauensportgruppe (Gymnastik) mit derzeit 35 Mitgliedern.

 

Mittlerweile knapp die Hälfte unserer aktiven Mitglieder scheuen selbst Anfahrten von bis zu 60 km nicht. Sie kommen in Fahrgemeinschaften von der deutschen und polnischen Seite der Insel Usedom und sogar von der Insel Wollin. Da nicht alle polnischen Mitglieder die deutsche Sprache fließend beherrschen, hört man bei uns des öfteren ein lustiges deutsch-polnisch-englisch-russisches Sprachenwirrwar. Die Beherrschung der DRV-Ruderkommandos ist jedoch für jedes Mitglied Pflicht.

 

Im ARK haben sich zahlreiche traditionelle Veranstaltungen etabliert. Dazu gehören z. B. der Senioren- und Matjesabend, das Neujahrsrudern, die Jarmenfahrt im April, Tagestouren am 1. Mai, zu Ostern, Himmelfahrt, Pfingsten sowie zu den Oktoberfeiertagen, die Sommersonnenwendfahrt, die Mondscheinfahrt, Grillfahrten in den Sommermonaten und diverse Tagestouren mit Ruderkameraden aus anderen Vereinen. Wir fahren zu jeder Jahreszeit raus, auch im Winter, so lange sich keine Eisdecke auf dem Wasser gebildet hat.

 

Mehr Details zu unseren Vereinsaktivitäten sowie unsere aktuellen Termine finden Sie auf den folgenden Seiten.

ein verein mit tradition

Erstes Anrudern im Gründungsjahr 1908
Erstes Anrudern im Gründungsjahr 1908

Der Anklamer Ruderklub ist ein Verein mit einer über 100-jährigen Tradition. Er besteht seit 1908. In den Folgejahren gründeten sich der Schüler-Turn- und Ruderverein, der Ruderverein 1930 und die Ruderabteilung des Luftwaffen-Sportvereins "Richthofen". So wurde das Rudern in Anklam zu einer Hochburg in Vorpommern mit ausgezeichneten Leistungen sowohl im Renn- als auch im Wanderrudern.

Mehrfache Bombardierung und die Kampfhandlungen 1945 zerstörten nicht nur die Anklamer Innenstadt vollständig. Von vier Bootshäusern blieb nur eines verschont. Sämtliche Boote wurden vernichtet. Erst 1951 gelang es einigen ehemaligen Ruderern, das Rudern in der Stadt wieder heimisch zu machen. Sehr bald schon gehörte die Sektion zu den leistungsstärksten im Norden der DDR.

 

Mit der Wende 1990 musste sich der jetzt wieder unter dem traditionellen Namen Anklamer Ruderklub e.V. laufende Verein aus finanziellen Gründen vom Rennsport trennen und betreibt ausschließlich das Wanderrudern. Viele Ruderinnen und Ruderer aus allen Teilen der BRD haben seitdem das alte Bootshaus an der Peene besucht und hier gastliche Unterkunft sowie Leihboote besonders für Sternfahrten in die nähere Umgebung gefunden.


 

Zahlreiche Fakten und interessantes Bildmaterial aus der Geschichte des Anklamer Ruderklubs wurden anlässlich unseres 100-jährigen Vereinsjubiläums in einer Festzeitung zusammengetragen. Diese ist gegen einen kleinen Obolus im Ruderklub erhältlich.

 

Auszugsweises Bildmaterial ist hier zu finden.